InvestmentsFeb 14, 2025

Was ist die Abgeltungsteuer in Deutschland?

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Die Abgeltungsteuer ist eine 2009 eingeführte pauschale Quellensteuer auf Kapitalerträge. Sie gilt für Zinsen, Dividenden und Veräußerungsgewinne aus Finanzanlagen wie Aktien, Anleihen und Fonds. Der Steuersatz beträgt pauschal 25 %, zuzüglich des Solidaritätszuschlags (5,5 % der Steuer), was insgesamt rund 26,375 % ergibt. Kirchensteuerpflichtige zahlen etwas mehr.

Das Besondere daran ist, dass die Steuer direkt an der Quelle von deutschen Banken und Brokern einbehalten wird, sodass in den meisten Fällen keine gesonderte Angabe von Kapitalerträgen in der Steuererklärung erforderlich ist, es sei denn, man hat ausländische Konten, Verluste zum Verrechnen oder möchte die Günstigerprüfung in Anspruch nehmen. Die Günstigerprüfung erlaubt es, die Besteuerung zum persönlichen Grenzsteuersatz zu beantragen, wenn dieser unter 25 % liegt, was einkommensschwächeren Anlegern zugutekommen kann.

Gewinne und Verluste innerhalb derselben Anlageklasse können miteinander verrechnet werden. Deutsche Banken führen dazu automatisch einen Verlustverrechnungstopf. Verluste aus Aktien können nur mit Aktiengewinnen verrechnet werden; Verluste aus sonstigen Kapitalerträgen mit sonstigen Kapitalerträgen. Bei einem Brokerwechsel im Laufe des Jahres kann eine Verlustbescheinigung von der bisherigen Bank angefordert werden, um den Verlustvortrag zum neuen Broker oder in die Steuererklärung zu übertragen. Der Sparer-Pauschbetrag von €1.000 gilt für alle Kapitalerträge und kann über einen Freistellungsauftrag so aufgeteilt werden, dass auf die ersten €1.000 kein Einbehalt erfolgt.

Hierbei handelt es sich um allgemeine Informationen, keine steuerliche Beratung. Für Ihre individuelle Situation wenden Sie sich bitte an einen qualifizierten Steuerberater.

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Disclaimer: This information is for general educational purposes and is not professional tax advice. Tax situations vary. Consult a qualified tax professional for advice specific to your circumstances.