Welche Steuervorteile bietet eine Riester-Rente in Deutschland?
Die Riester-Rente ist ein staatlich gefördertes privates Rentenprodukt, das Arbeitnehmern, Beamten und bestimmten weiteren Gruppen offensteht, die in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind. Die Förderung erfolgt auf zwei Wegen: durch direkte staatliche Zulagen und durch einen Steuerabzug.
Für 2024 beträgt die Grundzulage €175 pro Jahr pro förderberechtigter Person. Zusätzlich gibt es Kinderzulagen von €300 je Kind, das nach 2008 geboren wurde (€185 für Kinder, die vor 2008 geboren wurden). Diese Zulagen werden dem Riester-Vertrag automatisch gutgeschrieben, wenn der Mindestbeitrag geleistet wird (4 % des Vorjahresbruttoeinkommens abzüglich der Zulagen, mindestens €60, höchstens €2.100).
Darüber hinaus können Riester-Beiträge als Sonderausgaben bis zu €2.100 pro Jahr in der Steuererklärung abgezogen werden. Das Finanzamt führt automatisch eine Günstigerprüfung durch und wendet an, was steuerlich vorteilhafter ist: nur die Zulagen oder der Abzug. Für Besserverdiener ist der Abzug in der Regel wertvoller als die Zulagen. Riester-Renten werden im Ruhestand besteuert, aber die meisten Rentner befinden sich in einer niedrigeren Steuerklasse als im Erwerbsleben, sodass das steuerliche Gesamtergebnis in der Regel positiv ist.
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